Pressemitteilung des VLB zur Regierungserklärung
VLB: Wir werden Kultusminister Schneider beim Wort nehmen
„Wir werden Kultusminister Schneider beim Wort nehmen“, kommentierte
Wolfgang Lambl die Regierungserklärung von Kultusminister Schneider.
„Wenn Schneider sagt, es gehe ihm darum, die Rahmenbedingungen für
Unterricht und Kultus zu verbessern, dann freut uns das natürlich. Wir werden
sehr darauf achten, dass es sich dabei nicht um ein Wahlversprechen handelt,
sondern sofort damit begonnen wird, Taten folgen zu lassen“, so Lambl.
Die Realität sieht in den Augen des Verbandes für Beruflichen Schulen (VLB)
deutlich anders aus. „Arbeitszeiten wie 1949, Mangel an Lehrkräften ebenso wie
an Verwaltungskräften, ein enormer Innovationsdruck, jährlich neue
Ausbildungsberufe, veränderte Ausbildungsordnungen, nicht an allen Orten eine
den beruflichen Anforderungen adäquate Ausstattung...“, diese Liste lässt sich
nach Meinung von Lambl durchaus noch fortsetzen.
„Dabei ist das berufliche Schulewesen in Bayern ein absolutes Erfolgsmodell, um
das wir national wie international beneidet werden“, behauptet der VLBLandesvorsitzende.
Das kann man an zwei Kennzahlen eindeutig nachweisen.
Mehr als 42% der Studenten und Studentinnen haben ihre Studienberechtigung
über die berufliche Bildung erhalten. „Das soll uns erst mal jemand
nachmachen“, erklärt Lambl nicht ohne Stolz. Zum anderen die vergleichsweise
niedrige Arbeitslosenzahl von bayerischen Jugendlichen. Dies hängt nach
Meinung des VLB mit wirtschaftspolitischen und konjunkturellen Entwicklungen
zusammen, aber in wesentlichen Teilen eben auch damit, dass die jungen
Menschen im Rahmen ihrer dualen Ausbildung eine hohe berufliche Kompetenz
vermittelt bekommen.
„Unsere Lehrkräfte an beruflichen Schulen bringen Spitzenleistungen unter zum
Teil unzumutbaren Bedingungen“, behauptet Lambl. „Das kann so nicht
weitergehen. Wir werden deshalb genau beobachten, wie Schneider seine
Regierungserklärung umsetzt und werden ihn beim Wort nehmen. Wir erwarten
keine Absichtserklärungen, sondern die konkrete Umsetzung. Berufliche Bildung
ist ein wesentlicher Standortfaktor, wann wird das endlich begriffen“, bringt Lambl
seine Argumentation auf den Punkt.