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Pressemitteilung des VLB zur Regierungserklärung

by Christoph Schindler last modified 14:31, 06.07.2008

VLB: Wir werden Kultusminister Schneider beim Wort nehmen

„Wir werden Kultusminister Schneider beim Wort nehmen“, kommentierte Wolfgang Lambl die Regierungserklärung von Kultusminister Schneider. „Wenn Schneider sagt, es gehe ihm darum, die Rahmenbedingungen für Unterricht und Kultus zu verbessern, dann freut uns das natürlich. Wir werden sehr darauf achten, dass es sich dabei nicht um ein Wahlversprechen handelt, sondern sofort damit begonnen wird, Taten folgen zu lassen“, so Lambl. Die Realität sieht in den Augen des Verbandes für Beruflichen Schulen (VLB) deutlich anders aus. „Arbeitszeiten wie 1949, Mangel an Lehrkräften ebenso wie an Verwaltungskräften, ein enormer Innovationsdruck, jährlich neue Ausbildungsberufe, veränderte Ausbildungsordnungen, nicht an allen Orten eine den beruflichen Anforderungen adäquate Ausstattung...“, diese Liste lässt sich nach Meinung von Lambl durchaus noch fortsetzen. „Dabei ist das berufliche Schulewesen in Bayern ein absolutes Erfolgsmodell, um das wir national wie international beneidet werden“, behauptet der VLBLandesvorsitzende. Das kann man an zwei Kennzahlen eindeutig nachweisen. Mehr als 42% der Studenten und Studentinnen haben ihre Studienberechtigung über die berufliche Bildung erhalten. „Das soll uns erst mal jemand nachmachen“, erklärt Lambl nicht ohne Stolz. Zum anderen die vergleichsweise niedrige Arbeitslosenzahl von bayerischen Jugendlichen. Dies hängt nach Meinung des VLB mit wirtschaftspolitischen und konjunkturellen Entwicklungen zusammen, aber in wesentlichen Teilen eben auch damit, dass die jungen Menschen im Rahmen ihrer dualen Ausbildung eine hohe berufliche Kompetenz vermittelt bekommen. „Unsere Lehrkräfte an beruflichen Schulen bringen Spitzenleistungen unter zum Teil unzumutbaren Bedingungen“, behauptet Lambl. „Das kann so nicht weitergehen. Wir werden deshalb genau beobachten, wie Schneider seine Regierungserklärung umsetzt und werden ihn beim Wort nehmen. Wir erwarten keine Absichtserklärungen, sondern die konkrete Umsetzung. Berufliche Bildung ist ein wesentlicher Standortfaktor, wann wird das endlich begriffen“, bringt Lambl seine Argumentation auf den Punkt.

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