Der Studiengang Bachelor berufliche Bildung
Allgemeines zum Studiengang Bacherlor berufliche Bildung, Studienverlauf, Ziele, Praktika
Die Einrichtung des Bachelorstudiengangs berufliche Bildung
Beginn
Seit dem Wintersemester 2008/09 ist nun auch das berufliche Lehramt auf die neue Struktur Bachelor/Master umgestellt.Berechtigung
Mit einer offiziellen Genehmigung des Kultusministeriums richtet die TU München zum WS 2008/09 sechs Lehramtsstudiengänge mit den Fachrichtungen Agrarwirtschaft, Bautechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft, Gesundheits- und Pflegewissenschaft sowie Metalltechnik ein.
Titel/Abschluss
Diese können mit dem Bachelor of Education (B.Ed.) abgeschlossen werden. Daran schließt sich das Masterstudium an, das den Zugang zum höheren Lehramt an beruflichen Schulen eröffnet. Der Master-Abschluss ersetzt die 1. Lehramtsprüfung und eröffnet gleich den Zugangs zum Referendariat (bei abgeschlossenem betriblichen Praktikum).
Übersichtsgrafik Studienverlauf Bachelor und Master

Zu erreichende Ziele/Credits im Bachelor Studium
Im Bachelorstudiengang liegt der Schwerpunkt auf dem Studium der beruflichen Fachrichtung. In der Konsequenz ist auch die BA-Thesis in der beruflichen Fachrichtung anzufertigen. Aufgrund dieses fachwissenschaftlichen Absolventen erhalten den Titel Bachelor of Education (B.Ed.).
Das Studium besteht aus drei Studienbereichen, in denen mindestens die angegebene Punktezahl zu erreichen ist:
- Berufliche Fachrichtung, 108 Credits + 8 Credits Bachelor-Thesis
- Unterrichtsfach, 36 Credits
- Sozialwissenschaften, 28 Credits
Das macht insgesamt 180 Credits, diese wiederum auf die Regelstudienzeit von 6 Semester verteilt macht genau 30 Credits pro Semester bedeuten!
Diese 30 Credits sind also euer Ziel in jedem Semester.
Ihr könnt auch gerne mehr machen, was wir aber für unwahrscheinlich halten, da ein Credit für 30 Stunden Arbeitszeit stehen (inklusive Vorlesungen, Übungen, Vorbereitungen und Lernaufwand zur Prüfung).
Weniger Credits zu machen raten wir auf gar keinen Fall, ihr dürft höchstens zwei Semester mit eueren Credits im Verzug sein, und da man evtl. nicht alle Klausuren auf Anhieb schafft kommt man da schnell in die Bredouille!
Das betriebliche Praktikum
48 Wochen in der beruflichen Fachrichtung sind für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst nach Abschluss des Bachelor- und Masterstudiums gegenüber dem Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus nachzuweisen (einschlägige Berufsausbildungen und Berufstätigkeiten werden ganz oder teilweise angerechnet).
Ein Teil des Praktikums - mindestens zwölf Wochen - sollte vor der Aufnahme des Studiums abgeleistet werden. Die Ableistung des Praktikums nach Aufnahme des Studiums in der vorlesungsfreien Zeit bedeutet für Studierende eine starke Belastung (Natürlich ist es auch möglich erst nach dem Studium die gesamten 48 Wochen abzuleisten, bedeutet aber ein Jahr später ins Referendariat zu gehen!).
Studierende, die ab dem Wintersemester 2008/09 das Bachelorstudium Berufliche Bildung im 1. Semester beginnen, wenden sich bei Fragen zum betrieblichen Praktikum an:
Frau Reuter-Meyns
Bayerisches Ministerium für Unterricht und Kultus
Tel.: 089 - 2186 - 2301
Das Schulpraktikum TUMpaedagogikum
Euer einziges schulisches Praktikum im Bachelor ist das TUMpaedagogikum, der folgende Text ist vom Lehrstuhl für Pädagogik und beinhaltet bereits alle wichtigen Informationen. Die Fachschaft begrüßt diese Form des Praktikums sehr und wünscht euch viel Spaß damit!
Zum Wintersemester 2005/2006 führte die Technische Universität München in den Studiengängen für ein Lehramt an beruflichen Schulen und Gymnasien eine neue Form eines begleitenden Schulpraktikums ein. Ab dem Wintersemester 2008/09 wird diese Form von Praktikum verpflichtend in den neuen Studiengang Bachelor Berufliche Bildung (BABB) implementiert. Dieses Schulpraktikum läuft unter der Bezeichnung TUMpaedagogicum.
Mit dieser neuen und praxisintensiveren Form des Schulpraktikums verfolgt die TU München folgende Ziele:
- Intensivierung und Erweiterung der bisherigen schulpraktischen Ausbildung
- gezielte Vorbereitung auf das spätere Berufsfeld Schule
- Kennenlernen des gesamten Spektrums der Lehrertätigkeit und des Schullebens
- Einbinden der Studierenden in den Schulalltag
- Überprüfung der Studien- und Berufswahlentscheidung
- Unterstützung der Lehrkräfte in ihrer täglichen Erziehungs- und Unterrichtsarbeit
- Förderung der Schüler
- inhaltliche Verzahnung des Schulpraktikums mit Seminaren der Vorbereitung, Beglei-tung und Nachbereitung und somit engere Verbindung von theoretischer und prakti-scher Ausbildung
Aufbauend auf die bisherigen Strukturen in der Lehrerbildung an der TU München besteht das TUMpaedagogicum aus einer Vorbereitungs-, Begleit- und Nachbereitungsphase an der Universität (siehe dazu das Angebot der Lehrstühle für Pädagogik und Psychologie) und schulpraktischen Phasen.
Das TUMpaedagogicum umfasst für den Bachelor Berufliche Bildung sowie Quereinsteiger Lehramt Berufliche Schulen 30 Tage in drei Praktikumsphasen, für Quereinsteiger Diplom Berufspädagogik 20 Tage.
- Die erste Praktikumsphase liegt in der vorlesungsfreien Zeit zwischen erstem und zweitem Semester.
- Die zweite Praktikumsphase ist studienbegleitend zum zweiten Semester gestaltet.
- Die dritte Phase schließt sich in der vorlesungsfreien Zeit vor dem dritten Semester an.
Die Praktikumsphasen werden von universitären Lehrveranstaltungen flankiert. Eine tabellarische Übersicht (siehe unten und Homepage des Lehrstuhls für Pädagogik http://www.paed.wi.tum.de) gibt Auskunft über die Anordnung der Lehrveranstaltungen und Praktikumsphasen.
Studierende des Lehramts an beruflichen Schulen leisten die Schulpraxis an einer ausgewählten Berufsschule oder Berufsfachschule (Kooperationsschulen) ab.
Insgesamt sollen mindestens 100 Unterrichtsstunden in Form von Hospitationen und eigenen Unterrichtsversuchen eingebracht werden. Weiterhin sind z.B. Organisationsaufgaben, Teilnahme an Schulfesten und Projekten, Exkursionen, Betreuung von Lerngruppen, Unterstützung der Lehrkraft bei Korrekturarbeiten und Aufsichten vorgesehen.
Die Anmeldung zum TUMpaedagogicum erfolgt grundsätzlich am Zentralinstitut für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung (ZLL). Listen mit Schulen, an denen das TUMpaedagogicum abgeleistet werden kann veröffentlicht ebenfalls das ZLL auf der Homepage http://www.zll.ze.tum.de. Das Anmeldeformular wird ebenfalls dort bereitgestellt. Bestandteil des TUMpaedagogicums kann auch eine Kooperation mit dem TUMlab sein.
Anmeldeschluss für das TUMpaedagogikum ist der 1. Freitag im Dezember! Dazu bitte im Raum N 112 (Neubau Lothstraße 17) kommen und das Schwarze-Brett des ZLL beachten.
Voraussetzung für die Teilnahme am TUMpaedagogicum ist der Besuch eines der terminlich unterschiedlich angebotenen Vorbereitungsseminare am Lehrstuhl für Pädagogik. Zu diesem Vorbereitungsseminar werden zu Vorlesungsbeginn Teilnehmerunterlagen vom Lehrstuhl für Pädagogik auf der Homepage bereitgestellt.
Die Ableistung des Praktikums und der zugehörigen universitären Veranstaltungen wird auf der Bescheinigung für das TUMpaedagogicum (Bescheinigung berufliche Schulen, Download siehe Homepage des Lehrstuhl für Pädagogik und Homepage ZLL) vom Schulleiter und den Dozenten bestätigt.
Ansprechpartner für die Lehrveranstaltungen zum TUMpaedagogicum für die Studiengänge Bachelor Berufliche Bildung, Lehramt an beruflichen Schulen und Diplom-Berufspädagogik am Lehrstuhl für Pädagogik ist Dr. Markus Müller.
Übersicht Veranstaltungen zum TUMpaedagogicum BABB / LABS / DBP

Übergang zum Master
Momentan gibt es noch keine Übergangsvorraussetzungen vom Bachelor- in den Masterstudiengang, wird voraussichtlich auch nicht eingerichtet, da mit dem Bachelor alleine kein Lehrer Beruf ausgeübt werden kann.
Nach dem Master
Im Anschluss an die Master-Thesis ist man berechtigt ins Referendariat zu gehen, sofern man das betriebliche Praktikum absolviert hat. Im Referendariat wird man auf den späteren Beruf und das 2. Staatsexamen vorbereitet und kann bei bestehen des 2. Staatsexamens im Anschluss als Lehrer arbeiten.